Javin Seyhan bezwingt den Nürburgring
06. August 2018 Zurück zur Artikelübersicht »

Javin Lewis Seyhan bezwingt den Nürburgring 

Es war eine rund 3,6 Kilometer lange Herausforderung für Javin Lewis Seyhan am vergangenen Wochenende. Bei heißen Temperaturen und engen Zweikämpfen machte sich der 16-Jährige mit der Nürburgring Grand Prix-Strecke vertraut und sammelte wichtige Erfahrungen auf dem noch neuen Terrain. 

Viele Aspekte machten das Rennwochenende für Javin Lewis Seyhan zu einem besonders anstrengenden. Die neue Strecke, die für die Eifel untypischen Witterungsbedingungen, die für Temperaturen von über 60 Grad im Cockpit des Renault Clio sorgten und eine Fahrzeug-abstimmung mit der Seyhan immer wieder haderte. „An diesem Wochenende wollte nichts so richtig zusammen laufen. Ich hatte aufgrund der hohen Temperaturen dauerhaft mit Untersteuern zu kämpfen und ich habe keinen richtigen Weg gefunden mich darauf einzustellen. Den Speed, den ich noch am Red Bull Ring auf die Strecke gebracht habe, konnte ich hier nicht erneut zeigen“, fasst Seyhan enttäuscht zusammen.

Dabei hat der junge Münchener erneut gezeigt, wie viel Kampfgeist in ihm steckt und wie er sich für jede Session des Wochenendes akribisch und bis ins Detail mit seinem Team HTF Motorsport aus Erfurt vorbereitet. „Ich bin sehr froh, ein so professionelles Team um mich zu haben. Teameigner Thomas Fulsche ist hier selbst viele Rennen gefahren und Heiko Fulsche ist ein sehr versierter Dateningenieur, der die Perspektive aus dem Cockpit ebenso kennt und auch hier schon erfolgreich war“, so Seyhan, der zwar nicht die Top 15-Platzierung auf dem Nürburgring erreicht hat, die er sich als Ziel gesetzt hat, aber mit vielen neuen Erfahrungen aus dem Rennwochenende heraus geht. „Es ist mein erstes Jahr im Tourenwagen und nach jeder Session kenne ich das Auto wieder etwas besser und es macht beständig mehr Spaß und das sehe ich absolut positiv. Dennoch musste ich mich im Simulator auf die Strecke vorbereiten, im Gegensatz zu den anderen Fahrern bin ich hier noch nie gefahren!“

Im mit 33 identischen Renault Clio voll besetzten Starterfeld beendete Seyhan das erste Rennen nach einem missglückten Positionskampf mit einem Konkurrenten als 26., das zweite Rennen ebenfalls auf Rang 26. „Dass sind natürlich nicht die Platzierungen, die ich mir wünsche. Auf der anderen Seite passiert in einem so stark besetzten Feld auch extrem viel und ich habe versucht, mich aus allen Rangeleien heraus zu halten, damit ich jeden Rennkilometer für mich nutzen kann“, erklärte er.

In knapp zwei Wochen steht für Seyhan das vierte Rennen der Saison an. Der Dünen-Rundkurs in Zandvoort (NL) direkt an der Nordsee wartet auf den Neueinsteiger. „Eine Strecke, auf die ich mich wahnsinnig freue. Das muss eine echt tolle Atmosphäre dort sein“, so Seyhan.

Erneut ist dort der Renault Clio Cup im Rahmen des ADAC GT Masters zu Gast. Am Samstag und am Sonntag wird je ein 30-minütiges Rennen ausgetragen, das erneut über den Livestream verfolgt werden kann.