Auf ans Meer: Javin Seyhan fährt in Zandvoort
14. August 2018 Zurück zur Artikelübersicht »

Der vierte Lauf zum Renault Clio Cup Central Europe führt Nachwuchsfahrer Javin Lewis Seyhan wieder in das benachbarte Ausland. Der Dünenrundkurs von Zandvoort, der standesgemäß auch im DTM-Kalender zu finden ist, ist eine Herausforderung in Bezug auf die Streckenführung. Für den jungen Münchener bedeutet das: Noch mehr Vorbereitung im Vorfeld, um sich vor Ort auf die Strecke konzentrieren zu können.

Zandvoort ist eine der Rennstrecken, vor der Javin Lewis Seyhan besonderen Respekt hat. Der Kurs ist alles andere als einfach und ist vor allem wegen seiner vielen unterschiedlichen Streckenabschnitte gleichermaßen geliebt und gefürchtet. Hochgeschwindigkeitsabschnitte wechseln sich ab mit langsameren, technischen Passagen. „Ich habe viel von der Strecke gehört und freue mich sehr, dort endlich selbst ins Lenkrad greifen zu dürfen. Es ist eine der Rennstrecken, der ihr Ruf voraus eilt und ich habe jetzt die Gelegenheit für mich zu prüfen, ob der Ruf gerechtfertigt ist“, so der 16-jährige Nachwuchspilot.

Vor allem freut er sich auf die besondere Atmosphäre: Die Rennstrecke ist in die Nordsee-Dünen eingebettet, der Strand nur einen Steinwurf entfernt. „Gerade der Sand kann auf der Strecke zu einer echten Gefahr werden. Wenn der Wind stärker geht, kommt es immer wieder zu Verwehungen auch auf der Strecke und sobald man die Ideallinie nicht trifft, kann das extreme Folgen haben“, weiß Seyhan.

Die rund 4,3 Kilometer sollen für den Renault Clio Cup-Piloten lehrreiche Testkilometer werden. In seiner ersten Saison im Tourenwagen sammelt Seyhan Erfahrung auf vielen neuen Rennstrecken, so auch in Zandvoort. Seine fehlende Streckenkenntnis macht er durch die enge Zusammenarbeit mit seinem Team vor Ort wett. „Wir betreiben viel Datenanalyse und auch wenn ich eine Runde nicht so perfekt fahre wie ich es mir gewünscht hätte, so lerne ich doch viel daraus, wenn ich jeden einzelnen Zentimeter auf der Datenaufzeichnung mit meinem Teamchef und Ingenieur durchgehe“, fasst Seyhan zusammen, der sich auch auf das kommende Wochenende intensiv am Simulator vorbereitet hat. „Um die Streckenführung zu kennen, ist das genial. Dennoch ist es oft so, dass ich die Art und Weise wie ich einen Streckenabschnitt fahre, vor Ort noch anpassen muss. Am Simulator gibt es keine Windböen, keinen Regen und keinen auf die Fahrbahn gewehten Sand. Das hat man nur vor Ort.“

Das Rennwochenende beginnt für Seyhan mit zwei halbstündigen freien Trainingssessions um 15:55 Uhr und um 18:25 Uhr. Am Samstag werden ab 09:40 Uhr die Startplätze im Qualifying ausgefahren. Um 15:00 Uhr wird es dann im ersten Rennen ernst. Am Sonntag steht ab 14:50 Uhr das zweite Rennen auf dem Zeitplan.

Die Rennen werden erneut via Livestream übertragen, die übrigen Sessions können darüber hinaus im Livetiming verfolgt werden. Die entsprechenden Links können auf den Seiten der Serie (www.renault-sport.de) abgerufen werden.