Starke Pace bei Auftaktveranstaltung am Slovakia Ring wurde nicht belohnt
05. Mai 2019 Zurück zur Artikelübersicht »

Die Auftaktveranstaltung der Porsche Sprint Challenge Central Europe am Slovakia Ring lief für Javin Lewis Seyhan aus München noch nicht wunschgemäß – kleine Fehler kosteten ihn am Ende zwei mal das Podium. Dennoch blickt der Nachwuchspilot auf ein gutes Wochenende zurück und setzt nun alles daran, bereits beim nächsten Rennen seine Schnelligkeit in Top-Platzierungen zu verwandeln.

Für Javin Seyhan waren es die ersten Rennkilometer in seinem neuen Arbeitsgerät, dem 425 PS starken Porsche Cayman GT4 Clubsport. Es ist das Einsatzfahrzeug der Porsche Sprint Challenge Central Europe, die von Lechner Racing in Zusammenarbeit mit Porsche 2019 neu ins Leben gerufen wurde. „Für mich ist nicht nur die Rennserie neu, auch den Slovakia Ring kannte ich bisher noch nicht. Mit einem Porsche Cayman GT4 hatte ich schon Testfahrten absolviert, aber hier sitze ich zum ersten Mal in dem Fahrzeug, das ich auch den Rest der Saison pilotieren werde.“

Für den 17-jährigen Porsche-Piloten startete das Rennwochenende bereits am Donnerstag mit den ersten Testfahrten, am Freitag und Samstag folgten freie Trainings, die Qualifikationsläufe und die Rennen. „Ich habe mich schnell auf der Strecke zurechtgefunden und konnte mich bis zu den Qualifikationen gut vorbereiten. So habe ich es bis auf Startplatz drei für den Sprint und für das Endurance-Rennen sogar auf Platz zwei geschafft“, freute sich Seyhan, der deutlich besser mit den ständig wechselnden Witterungsbedingungen zurecht kam als einige seiner Konkurrenten.

Im ersten Rennen unterlief dem Münchner dann aber ein folgenschwerer Fehler, der ihm das Podium kostete: „Da am Start der Platz vor mir frei blieb, bin ich einen Startplatz aufgerückt, was ich nicht hätte tun dürfen. Das hat mir eine zehnsekündige Zeitstrafe eingebracht, die – obwohl ich das Rennen auf Platz zwei beendete – mich auf den vierten Platz zurückversetzt hat. Das passiert mir sicherlich nicht noch einmal“, fasste Seyhan im Ziel frustriert zusammen. 

Mit der Erfahrung aus dem ersten Rennen ging er dann von Startplatz zwei in das Endurance-Rennen über 100 Meilen, das er zusammen mit einem Teamkollegen bestritt. Nach einem guten Start lag Seyhan erneut auf einem gefestigten zweiten Platz und übergab nach einer knappen halben Stunde das Lenkrad. „Leider fand mein Teamkollege bei den schwierigen Bedingungen keine Pace und suchte dann auch noch unerwartet die Box auf. Der zweite Platz war erneut dahin und wir befanden uns fast am Ende des Klassements wieder“, resümierte Javin Lewis Seyhan, dessen Performance an diesem Wochenende nicht darauf schließen ließ, dass er durch einen grippalen Infekt noch deutlich angeschlagen war. „Leider wurde meine Leistung dieses Mal nicht mit Punkten belohnt. Aber ich nehme tolle Erinnerungen mit – einen großen Dank vor allem an die Mannschaft von Lechner Racing, sie haben einen extrem guten Job gemacht und uns sehr herzlich empfangen und die Fahrzeuge perfekt vorbereitet. Ich freue mich sehr, dabei sein zu dürfen und fiebere schon jetzt auf das nächste Rennen hin.“

Motiviert startet Seyhan nun in die Vorbereitungsphase für die Rennen auf dem Salzburgring, die am 14. und 15. Juni stattfinden. 

Mehr Infos unter www.porschesprintchallenge.com