Pole Position und zweiter Platz für Javin Seyhan am Salzburgring
17. Juni 2019 Zurück zur Artikelübersicht »

Am zweiten Rennwochenende der Porsche Sprint Challenge Central Europe (PSCCE) stellte Javin Seyhan seine hohen Ambitionen unter Beweis. Auf der Highspeed-Strecke zeigte der Münchener starke Nerven und ließ sich selbst vom Umstieg auf ein Ersatzauto nicht ablenken. Mit seiner ersten Pole Position und seinem ersten Podestplatz belohnte er sich selbst und unterstrich den klaren Aufwärtstrend seiner Leistungskurve.

Schon am Freitag nutze Seyhan die freien Trainings, um Erfahrung auf der Strecke zu sammeln. Auf Anhieb fuhr er im ersten Training die schnellste Zeit auf dem Salzburgring und war guter Dinge für das zweite Training. Nach seinem zweiten Training hatte allerdings sein Teamkollege den Porsche Cayman 718 GT4 Clubsport, den sich beide teilen, so stark beschädigt, dass ein Ersatzauto hergerichtet werden musste. „Dank des großartigen Einsatzes von Lechner Racing und einer unglaublichen Leistung der Mechaniker konnte ich zur letzten Session des Tages noch 12 Minuten fahren“, so der 17-Jährige.

Der Trainingsnachteil machte sich am Samstag allerdings kein bisschen bemerkbar. Javin stellte den Cayman auf die Pole Position und fuhr in seinem Qualifying sogar die schnellste Zeit des ganzen Wochenendes. Das 25-minütige Rennen hatte es dann in sich: Seyhan kämpfte darum, die Spitze zu halten, musste sich aber nach einem Ausritt und mit überfahrenen Reifen dem späteren Sieger geschlagen geben. „Ich bin dennoch sehr zufrieden. Der zweite Platz ist großartig, mein erstes Podium im Automobilsport, das war eine lehrreiche Premiere für mich“, fasste der Porsche-Pilot erfreut zusammen.

Im Endurance Rennen, das Seyhan zusammen mit seinem polnischen Teamkollegen im selben Fahrzeug bestreitet, musste er sich zunächst gedulden. Sein Teamkollege startete von Platz 9 aus in das Rennen, da die Startplätze im Endurance Rennen durch die gefahrenen Rundenzeiten aus der Qualifikation ermittelt werden. Seyhans Pole Position und der 11. Platz des Teamkollegen ergaben Startplatz 9 für das 100 Meilen Rennen. Während des ersten Stints begann es zu regnen. Seyhan übernahm das Auto zur Rennhälfte auf Platz 9, konnte dann aber zunächst nichts ausrichten, da das Rennen wegen eines wolkenbruchartigen Regenschauers zu dieser Zeit unter einer Safety Car Phase lief. „Die Sicht war so schlecht, einfach unbeschreiblich“, so Javin, der aber  für das Team eine noch bessere Position herausfahren wollte.
Stück für Stück kämpfte er sich an die vor ihm fahrenden Kontrahenten heran und ließ noch vier hinter sich. Rund 10 min. vor Ende des Rennens wurde das Safety Car erneut auf die Strecke geschickt, da durch den anhaltenden Regen die Strecke in vielen Teilen unter Wasser stand und es wegen Aquaplaning zu gefährlich für die Fahrer wurde. Seyhan beendete das Rennen somit in den Top 5.

„So ein Rennen habe ich noch nicht erlebt, aber auch daraus nehme ich sehr wertvolle Erfahrung mit. Die Sicht war gleich null und man konnte sich nicht einmal an den Rücklichtern des Vordermannes orientieren. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Zweikämpfe, die es sicher auch am 12. und 13. Juli in Tor Poznan beim dritten Lauf der Saison 2019 geben wird“, so Seyhan abschließend.