Javin Seyhan schließt Porsche Premierensaison als Vizemeister ab
05. Oktober 2019 Zurück zur Artikelübersicht »

Javin Lewis Seyhan hat die Porsche Sprint Challenge Central Europe 2019 als Vizemeister beendet. Auf dem Hungaroring rundet der dritte Platz in der Endurance-Wertung im ersten Jahr der neuen Rennserie die erfolgreiche Saison des Müncheners ab.

Der letzte Lauf der neuen Porsche Sprint Challenge Central Europe auf dem Hungaroring stand ganz im Zeichen des Titelduells: Javin Lewis Seyhan aus München reiste Punktgleich mit Lukas Wanner an der Tabellenspitze nach Ungarn und rechnete sich – auch wegen seiner überzeugenden Performance über die Saison – gute Chancen auf den Titel aus.
Insbesondere mit der Endurance-Wertung hatte der 17-Jährige noch eine Rechnung offen, bei der sich zwei Piloten den Porsche Cayman GT4 im einstündigen Rennen teilen. Zu Beginn der Saison hatte Seyhan unverschuldet nicht viele Punkte sammeln können.

Vor Ort stand zunächst das Qualifying auf dem Zeitplan. Das lief für Seyhan etwas schlechter als erwartet: Er fuhr die viertbeste Zeit, während Hauptkonkurrent Wanner sein Auto auf Platz zwei stellte: „Ich hatte für das Qualifying noch nicht die richtige Linie gefunden. Startplatz vier ist zwar nicht optimal, aber immer noch gut genug, um den Titelkampf offen zu halten“, so Seyhan nach der Session.

Obwohl der Start zum Rennen gut verlief und sich der Münchener kurzzeitig außen herum schon auf Position zwei befand, musste er sich auf der längeren und schmutzigen Seite der Fahrbahn wieder auf Position vier einreihen. „Ich habe dann viele Runden gebraucht, um den österreichischen Konkurrenten, der auf Platz 3 lag, zu überholen. Er hat mich extrem aufgehalten und ich habe viel Zeit auf Wanner verloren, der auf P2 liegend schon einen beachtlichen Vorsprung heraus fahren konnte.“

Als Javin Seyhan sich vorbei gekämpft und freie Fahrt hatte, holte er auf Wanner auf, doch die vorangeschrittene Rennzeit machte Seyhan einen Strich durch die Rechnung: Um die Meisterschaft zu gewinnen, hätte er vor Wanner ins Ziel kommen müssen und das war in den wenigen verbliebenen Runden nicht mehr möglich. „Natürlich bin ich enttäuscht, dass es am Ende knapp nicht gereicht hat, aber ich habe die ganze Saison eine überzeugende Performance abgeliefert und sehr viel gelernt. Die gesamte Crew von Lechner Racing hat uns immer ein perfekt vorbereitetes Auto zu Verfügung gestellt und das Setup passte an jeder Rennstrecke, so dass ich das Auto immer am Limit bewegen konnte“, resümierte Seyhan nach dem Rennen.

In dem noch ausstehenden Endurance-Rennen konnte Seyhan sein Talent erneut unter Beweis stellen, indem er nach einem spannenden Kampf das Rennen auf Position zwei beendete. Durch die gute Platzierung verbesserte sich Seyhan in der Tabelle von Position acht auf drei und krönte damit seine erste Saison im GT-Sport nicht nur mit Podiumsplätzen, sondern gleichzeitig auch mit dem Vizetitel und einem dritten Platz in der Endurance-Wertung der Porsche Sprint Challenge Central Europe 2019.

„Der dritte Platz in der Endurance-Wertung hat unserer Saison die Krone aufgesetzt. Alles in allem war es ein tolles Jahr, in dem ich extrem viel gelernt habe. Ich möchten mich bei allen bedanken, die das möglich gemacht haben: Vor allem danke ich meinen Eltern, die immer hinter mir stehen und dem ganzen Lechner Racing Team, die mich in das Porsche Sprint Challenge Central Europe Team als Junior-Fahrer aufgenommen und eine tolle Serie auf die Beine gestellt haben. Sie standen uns immer mit Rat und Tat zur Seite“, so das Saisonfazit von Seyhan.

Die Planungen für das kommende Jahr laufen bereits jetzt getreu dem Motto „Nach der Saison ist vor der Saison“. In welchen Fahrzeug und in welcher Serie sich der Nachwuchs-Pilot in 2020 neuen Herausforderungen stellen wird, ist allerdings noch nicht klar.